Weltgebetstag

Gottes Schöpfung ist sehr gut!

Foto: privat

Auch wenn die Welt durch Technik und neue Medien immer "kleiner" wird, viele Europäer, wenn sie ehrlich sind, werden zugeben, dass sie Surinam nicht kennen: Von dort, dem kleinsten Land des südamerikanischen Subkontinents, kam in diesem Jahr der Weltgebetstag am 2. März, bei uns federführend vorbereitet von des Frauen des Rummelsberger Weltgebetstagskomitees in traditioneller Zusammenarbeit mit den beiden Pfarr-/Kirchengemeinden von St. Josef und Martin-Luther. Nach dem Motto "Gottes Schöpfung ist gut" hatten die Surinamensischen Lieder im Verlauf des Gottesdienstes in der Philippus-Kirche einen leicht beschwingten karibischen Klang, ließen musikalisch erkennen, was die Frauen von Surinam mit tiefer Überzeugung zum Ausdruck bringen: "Wir danken Gott für das wunderschöne Land Surinam - ein Land mit einem unvorstellbaren Reichtum an Pflanzen und Tieren, mit einer Vielfalt von Menschen unterschiedlicher Herkunft..." Und in der Tat: Verborgen hinter großen Fotos (Bild) schilderten die Frauen der drei Gemeinden Schicksale einiger surinamesischer Frauen, die sich selbst "Moksi" nennen, was so viel heißt wie "Mischmasch", weil das Land eine Vielfalt von Ethnien enthält, die alle in Frieden leben. Ob Surinam, Kreolien, Afrika - sie alle dankten Gott für die Schöpfung ihres Landes - woraufhin die Pfarrerinnen Gabriele Gernd und Susanne Munzert in der Lesung die Schöpfungserzählung aus dem Buch Genesis erzählten...Wo aber so viel Licht, da auch viel Schatten: Die Flüsse sind durch Quecksilber verseucht, das zum Abbau von Gold benötigt wird. Durch den Tod der Mangrowenwälder ändert sich das Klima, Behinderte bleiben unbeachtet, viele Ehefrauen vergewaltigt.

So galten die Fürbitten der Bewahrung von Gottes Schöpfung, der Vermeidung von Müll, der Bildung der Kinder oder der Hilfe für Arme und Verzweifelte. Ein einerseits beschwingter, andererseits mahnender Gottesdienst, der die Besucher erkennen ließ, mit wie viel Gottvertrauen die Surinamesinnen für ihr Land, ihre Umwelt, ihre Menschen zu Gott beten und singen, gleichzeitig aber auch ihre Schuld an Umwelt und Natur bekennen. Später, im Gemeindehaus der Kirchengemeinde von Rummelsberg, gab es surinamensische Suppen mit Gemüse oder Fleisch, ganz eigene Kartoffelsalate, kuchen- und baisseartige Süssspeisen - bei viel Gesprächsstoff über ein Land, das die meisten Gottesdienstbesucher bis dahin wohl nicht gekannt hatten. Umso mehr ein Dank an alle Weltgebetstagsfrauen, insbesondere an die in Rummelsberg für ihren außerordentlichen Einsatz an diesem einzigartigen Jahrestag, an dem weltweit der gleiche Gottesdienst gefeiert wird.

Zum Schluss des Gottesdienstes übergab Pfarrerin Gabriele Gernd (l.) die Weltgebetstagskerze an Pfarrerin Susanne Munzert, denn im nächsten Jahr wird in der Martin-Luther-Kirche der Weltgebetstag der Sloweninnen gefeiert.